Achte auf Reinheit und Klarheit Deines Körpers, Deines Geistes und Deines Judogis. 

■ Schneide Deine Zehennägel und Deine Fingernägel kurz und binde lange Haare zusammen. 

■ Benutze die Toilette vor dem Training. 

■ Lege allen Schmuck ab. 

■ Erscheine pünktlich zum Judo-Training. 

■ Frauen und Mädchen ziehen ein T-Shirt unter dem Judogi an, Männer und Jungen nicht. 

■ Benutze für den Weg vom Umkleideraum bis zum Mattenrand Zoris oder Hausschuhe und lege sie ordentlich an den Mattenrand und betrete dann die Matten barfuss. 

■ Verneige Dich beim Betreten und beim Verlassen des Dojos und der Matten im Stehen (Ritsurei). 

■ Vor und nach einer Übung im Stand verneigen sich die Judoka im Stehen und bei einer Übung am Boden im Knien. 

■ Verlasse das Dojo während des Trainings nicht. 

■ Reduziere die Gespräche auf das Wesentliche. 

■ Die Judoka richten ihre volle Aufmerksamkeit auf das Lernen von Judo. 

■ Es gilt das Sempai-Kōhai Prinzip


Sempai (jap. 先輩) ist der japanische Begriff für jemanden, der länger bei einer Organisation ist als man selbst. Dies hat Vorrang vor dem Lebensalter: Ein 24-jähriger, der im zweiten Jahr in einer Firma arbeitet, ist der Sempai eines 25-jährigen, der gerade anfängt. Das Gegenteil von Sempai ist Kōhai. Diese Begriffe werden überall verwendet, wo Japaner in hierarchischen Gruppen zusammenkommen, also in der Schule, an der Universität, innerhalb der Abteilung einer Firma und im Sportverein.

Sempai-Kōhai-Beziehung

Die Sempai-Kōhai-Beziehung ist eine Anwendung der konfuzianischen Fünf menschlichen Elementarbeziehungen auf die oben genannten Bereiche und überträgt dem Sempai die Aufgabe, ähnlich wie unter Geschwistern, den Kōhai anzuleiten, gegebenenfalls in Schutz zu nehmen und sich um sein Wohl zu kümmern. Den Neulingen gibt er Orientierung und Ratschläge, übt eine Vorbildfunktion aus und übernimmt Verantwortung für seinen oder seine Kōhai. So wie der Familienvater oder der Freund bei einem unverheirateten Pärchen, kann man vom Sempai erwarten, dass er bezahlt, wenn man gemeinsam trinken geht. Der Kōhai kann sich auf die Hilfe des Sempai verlassen, dem er Respekt und einen gewissen Gehorsam schuldig ist. In Sportvereinen zum Beispiel - nach wie vor auch in traditionellen AGs an Universitäten - übernehmen Kōhai die Aufräumarbeiten, die ihnen die Sempai delegieren.

Sempai als Begriff in Kampfsportarten

Im Budō bezeichnet Sempai einen Schüler der früher mit der Ausbildung angefangen hat. Das Wort beschreibt eine subjektive Perspektive: Mitschüler, die vor oder gleichzeitig mit dem Schüler ihre Ausbildung begonnen haben, werden von diesem mit Sempai bezeichnet, jüngere dagegen mit Kohai.

Ein Sempai hat im Budō eine große Vorbildfunktion und sollte den jüngeren Mitschülern immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, selbige aber auch nie aufdrängen.

Im Kampfsport ist der Begriff auch außerhalb Japans gebräuchlich.

Quelle: Wikipedia® http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GNU_Free_Documentation_License